Egal ob Profi oder Hobbysportler, in jedem Fall sollten Fußballer ein besonderes Augenmerk auf die Mobilisation und die Flexibilität des Unterkörpers legen.

Richtiges Fasziales Stretchen dient sowohl der Verletzungsprophylaxe, als auch dem Zweck dich schneller und agiler zu machen. Sind die Faszien, Muskeln, Gelenkkapseln, oder die myofaszialen Netzwerke verspannt und verklebt, steigt das Risiko einer Verletzung. Ebenso gilt, je verspannter deine Faszien sind (das Bindegewebe das u.a. unsere unsere Muskeln umgibt) desto schlechter kann der Muskel arbeiten. Das heißt, man ist nicht in der Lage sein volles Potential abzurufen.

Im Folgenden möchte ich drei Muskelgruppen aufführen, die jeder Fußballspieler flexibel halten sollte:

  • Beinbeuger
  • Adduktoren
  • Hüftbeuger

Die hintere Kette, darin eingeschlossen die Beinbeuger, ist in hohem Maß für deine Schnelligkeit verantwortlich. Ein verspannter hinterer Oberschenkel lässt dich auf dem Platz also nicht gerade schneller antreten oder sprinten. Zerrungen und Muskelfaserrisse im hinteren Oberschenkel sind häufig bei Fußballspielern zu beobachten, deren Beinbeuger auf der einen Seite zu schwach und auf der anderen zu verspannt sind. Durch Methoden der Fascial Stretch Therapy lässt sich das Gewebe innerhalb der oberflächlichen Rückenlinie, der Spirallinie und der tiefen Frontallinie perfekt ansprechen.

Sind die Adduktoren verspannt, kann dies häufig zu Schmerzen und Problemen in der Leiste, der Innenseite des Knies, auf dem Schienbein oder auch allgemein im Beckenbereich führen. Sitzt der Femur (großer Oberschenkelknochen) nicht mehr richtig in der Hüftpfanne, weil er beispielsweise von verkürzten Adduktoren „aus der Hüfte gezogen wird“, sind Schmerzen vorprogrammiert.

Ist der Hüftbeuger zu verspannt, kann dies u.a. zu Problemen im Kniegelenk oder auch im unteren Rücken führen. Der Hüftbeuger ist ein zentraler Muskel im Körper, der den Oberschenkel mit dem Becken und der Wirbelsäule verbindet. Dabei sorgt er für Stabilität im Rumpf, überträgt die Kraft der Beine und ist Ausgangspunkt von Rotationsbewegungen des Rumpfes und der Extremitäten. Voraussetzung dafür ist, dass der Hüftbeuger gut gedehnt und kontraktionsfähig ist.

Beweglich/Flexibel zu sein „zeichnet sich durch eine unmittelbare Fähigkeit zur Anpassung an neue, andersartige oder veränderliche Anforderungen aus.“ (Merriam-Webster, 2013). Das heißt, Beweglichkeit ist Anpassungsfähigkeit und dafür brauchen wir Agilität, Kraft, Ausdauer, Mobilität, Balance und Schnelligkeit. Regelmäßiges Fasziales Stretchen kann dabei helfen, dass du beweglicher wirst und somit deine Verletzungsanfälligkeit reduzierst.

 

Das Bild zeigt Fasziale Stretching Expertin Theresa Seibel beim Stretchen der hinteren Oberschenkelmusklatur von Bundesliga Profi Luca Waldschmidt vom HSV

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